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Während viele die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr zur Erholung nutzen, sind Ärzte und Pflegepersonal im
Spital Region Oberaargau (SRO) gefordert. «Die Notfallstation war teilweise voll belegt», sagt Thomas Kinsbergen, Chefarzt Chirurgie.
Zahlreiche Geschäfte und Firmen haben geschlossen oder ihren Betrieb auf ein Minimum an Personal reduziert. Viele Menschen geniessen zwischen Weihnachten und Neujahr ein paar Tage Erholung. Keine Ruhe herrscht dagegen im SRO-Spital in Langenthal. Nur gerade im Bereich Operationen herrscht während zwei Wochen ein reduzierter Betrieb. Laut Thomas Kinsbergen, Chefarzt Chirurgie und ärztlicher
Direktor am SRO, handelt es sich dabei aber bloss um die geplanten Operationen. Hier arbeite man lediglich mit zwei Dritteln des üblichen Personalbestandes. «Für Notfalloperationen verfügen wir während
der Festtage aber über die gleichen Personal-Kapazitäten wie immer», betont er.
Daneben läuft der Betrieb im normalen Rahmen. Von Ruhezeiten oder gar Erholung keine Spur, wie Kinsbergen bestätigt. «Das Spital ist fast voll belegt», sagt der 46-jährige
Arzt. Das sei für diese Jahreszeit aber nicht untypisch. «Im Winterhalbjahr sind die Leute einfach mehr krank.» Aus diesem Grunde
fahre man beim Pflegepersonal den Bestand nicht runter. «Die Belegung lässt sich nicht planen, weshalb wir im Pflege-Bereich über die Festtage jeweils auch keine speziellen Personal-Pläne erstellen.» |
Sturzopfer wegen glatter Strassen
Nicht über mangelnde Arbeit beklagen können sich auch die SRO Leute auf der Notfallstation. «Ich hatte über Weihnachten selber Notfalldienst und konnte feststellen,
dass die Abteilung zum Teil voll belegt
war, und auch die dem Spital angegliederte Notfall-Hausarztpraxis wurde rege aufgesucht», berichtet Thomas Kinsbergen, der sich nun doch noch einige Tage Erholung mit seiner Familie in Zermatt gönnt.
Obwohl in diesen Tagen regelmässig Notfälle zu behandeln waren, sei man nie an Kapazitätsgrenzen gestossen, und auch die zu behandelnden Fälle seien keine aussergewöhnlichen gewesen. Lediglich die glatten Strassen am Montag hätten einige Sturzopfer verursacht, betont der Chefarzt Chirurgie. Auffallend sei auch gewesen, dass es keine grösseren Probleme mit psychisch
angeschlagenen Personen gegeben habe, was über die Weihnachtstage nicht immer der Fall sei.
© Langenthaler Tagblatt |