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Die Spital Region Oberaargau AG und Dahlia bauen den «PanoramaPark» in Herzogenbuchsee aus.
In der Region Herzogenbuchsee fehlen 80 Pflegeplätze – aber nicht mehr lange. Die SRO AG und der Verein Dahlia wollen das Langzeitpflegeheim PanoramaPark erweitern.
Erhebungen haben gezeigt, dass es im Oberaargau zu wenige Pflege- und Betreuungsplätze für betagte Menschen hat. In der Region Herzogenbuchsee fehlen 80 solche Plätze. Diese Lücke wollen die Spital Region Oberaargau (SRO) AG und der Verein Dahlia schliessen. Ihr Konzept sieht vor, in einem oder zwei Neubauten südlich des ehemaligen Spitals in Herzogenbuchsee 80 zusätzliche Plätze bereitzustellen. Land sei genügend vorhanden, sagt Dieter Widmer, Verwaltungsratspräsident der Spitalregion Oberaargau (SRO) AG. Die kantonalen Behörden seien über die Pläne ebenfalls orientiert worden, «sie erklärten sich mit der Absicht einverstanden».
Zukunftsgerichtet «Wir haben der Gemeindepräsidentenkonferenz der Region Herzogenbuchsee ein Konzept zur langfristigen Sicherstellung des Platzangebots unterbreitet », sagt Widmer. Die Konferenz erachte das Konzept als «zukunftsgerichtet und geeignet» und unterstütze deshalb die Pläne in einer Stellungnahme an die Arbeitsgruppe für Altersfragen im Oberaargau. «Das stimmt, wir haben das Projekt positiv beurteilt», bestätigt Charlotte Ruf (SVP), Gemeindepräsidentin von Herzogenbuchsee. Weiter will sie sich dazu noch nicht äussern. Auch nicht dazu, ob noch weitere Institutionen Interesse für Pflegeplätze angemeldet hätten. Die SRO AG und der Verein Dahlia aus Langnau haben die Dahlia Oberaargau AG gegründet und betreiben auf Neujahr 2011 den bisherigen SRO-Bereich «Wohnen und Pflege im Alter» (wir berichteten). Wie viel investiert werden soll, kann und will Widmer noch nicht sagen. «Wir sind ja erst am Anfang der Planung. Alle Zahlen wären Spekulation.» Er hofft aber, dass die Realisation zügig vorankommt. |
«Wir rechnen so mit zwei bis zweieinhalb Jahren, bis der Neubau bezugsbereit ist.» Ebenfalls noch offen sei, ob auf einmal oder in zwei Etappen gebaut werde.
Verkehrsmässig erschliessen Im Zuge der Neubauten soll der «PanoramaPark» verkehrsmässig besser erschlossen werden. Die fehlenden Möglichkeiten, vom Bahnhof oder Zentrum Herzogenbuchsee in das etwas abgelegene, frühere Spital zu gelangen, sind seit Jahren ein Thema. Wie dieses Problem künftig gelöst werden soll, weiss Widmer zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht konkret. «Ein Taxibetrieb war zu teuer und wurde wenig genutzt», sagt er. «Mit dem Neubau wird der ‹PanoramaPark› durch mehr Besucher belebt. Aus diesem Grund ist es wichtig, eine Transportmöglichkeit anzubieten.» Als Beispiel nennt er Morgen- und Nachmittagsfahrten, die auf den SBB-Fahrplan abgestimmt sind, mit einem «PanoramaPark»-eigenen Kleinbus.
«Scheidegg» eingebunden Dem Entscheid der Gemeindepräsidentenkonferenz sei eine Absprache zwischen der SRO AG, dem Verein Dahlia und der Stiftung Alterszentrum Scheidegg vorausgegangen, schreiben Widmer und Dahlia-Direktor Urs Lüthi in einer Medienmitteilung. In diesem Rahmen habe der Stiftungsrat der «Scheidegg» erklärt, er werde sein Leistungsangebot nebst den heutigen Altersheimbetten zusätzlich auf Alterswohnungen und betreutes Wohnen ausweiten. Im «PanoramaPark» werde der Schwerpunkt hingegen auf Personen mit einem höheren Pflegegrad und Demenzkranke gelegt. «Diese Aufteilung ist die bestmögliche Variante», sagt Hubert Schibli, Heimleiter des Alterszentrums Scheidegg. «Wir verfügen ja bereits über 70 Pflegeplätze und bieten betreutes Wohnen und Alterswohnungen an.» Die beiden Institutionen prüfen nun auch im operativen Bereich Synergiemöglichkeiten.
© Langenthaler Tagblatt, 30.07.2010 |